Hausarztmodell (HAM)

Das Hausarztmodell bildet die klassische Form der koordinierten Versorgung. Die Hausarztpraxis übernimmt alleinig das Gatekeeping und bleibt zentrale medizinische Anlaufstelle für die eingeschriebenen Patientinnen und Patienten.

Das Modell basiert auf bewährten Managed-Care-Strukturen und eignet sich für Praxen, die Wert auf Kontinuität, regionale Qualitätsarbeit und überschaubare Anforderungen legen.

Für welche Praxen eignet sich das Hausarztmodell?

Das Hausarztmodell richtet sich an Haus- und Kinderarztpraxen, die:

  • ihren Patientinnen und Patienten eine koordinierte Versorgung mit Prämienrabatten anbieten möchten,
  • die Behandlung rein hausarztzentriert sicherstellen wollen,
  • in regionalen Qualitätszirkeln aktiv sind oder sein möchten,
  • Managed-Care-Strukturen bereits kennen oder gezielt nutzen möchten.

Typische Merkmale

  • Bewährte Managed-Care-Aufgaben
  • Die Arztpraxis als alleinige Gatekeeperin
  • Regionale Qualitätszirkel als zentrales Qualitätselement
  • Überschaubare digitale Anforderungen

Anforderungen an die Praxis

Die Anforderungen ergeben sich aus dem Modell und sind klar definiert.

Typische Elemente

  • Gatekeeping für alle Modellversicherten
  • Steuerung von Überweisungen und Behandlungen
  • Pflege der Managed-Care-Daten in myCURA one
  • Teilnahme an 8 Qualitätszirkeln pro Jahr

Digitale Elemente

  • myCURA one als zentrale Datenbasis
  • Chronic Care Management (CCM) empfohlen, aber nicht verpflichtend
  • Weitere digitale Module optional

Ihr Mehrwert

  • Klare Rolle als zentrale medizinische Anlaufstelle
  • Bewährte Strukturen mit hoher Planungssicherheit
  • Regionale Vernetzung und Austausch
  • Keine zusätzlichen Verpflichtungen über das Hausarztmodell hinaus